Sprachgestaltung –
bewusster Selbstausdruck durch Sprechen und Geste
Durch diese Methode künstlerischen Sprechens bekommen die Laute und Silben Lebendigkeit und Substanz, der Atem erlebt sich freier und gelöster, die Stimme klingt voller. Wir arbeiten in der Sprachgestaltung – neben grundlegendem Sprechtraining – mit Gedichten und literarischen oder dramatischen Texten, die durch das intensive Eintauchen in die Sprache plastisch, lebendig und farbig werden. Im freudigen und spielerisch-experimentellen Sprechen ergeben sich überraschende Möglichkeiten, die Bandbreite der eigenen Ausdrucksfähigkeit zu erweitern.
Therapeutische Sprachgestaltung
Die Therapeutische Sprachgestaltung benutzt die Sprache und vielfältige sprachliche Elemente als therapeutische Mittel zur bewussten Arbeit an sich selbst. Mit Hilfe verschiedener Sprachelemente wird eine ordnende, belebende und stärkende Wirkung auf den Gesamtorganismus erzielt und dessen Selbstheilungskraft aktiviert, was in vielfältigen Bereichen spürbar ist, von der körpereigenen Abwehr bis hin zur bewussten, individuellen Lebensführung. Übungen in Lautbildung, Geste, Stimme und Atem werden zur Behandlung von Atem-, Stimm- und Sprechstörungen eingesetzt.
Indikationen
(nicht abschliessend)
- Zentrale und periphere Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen organischer, neurologischer, funktioneller, psychogener, psychischer und psychosozialer Ursache, z.B. Lispeln, Heiserkeit, Stottern, Aphasie usw.
- Hals-Nasen-Ohrenerkrankungen, z.B. Sinusitis
- Erkrankungen, ob organisch, funktionell oder psychisch, die mit Atemstörungen einhergehen, z.B. Asthma Bronchiale, Hyperventilation, Ängste
- Herz- und Kreislauferkrankungen, z.B. Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz
- Funktionelle Störungen und psychosomatische Erkrankungen, z.B. psychovegetatives Erschöpfungssyndrom, Kolitis, Migräne
- Seelische und körperliche Krankheiten, die mit einer Kränkung oder Schwächung des menschlichen Selbst einhergehen, z.B. rheumatische Erkrankungen, Depressionen, Schüchternheit, Missbrauchproblematik
- Entwicklungs- und Reifestörungen verschiedenster Art, wie Esstörungen
- Lebenskrisen und psychische Labilität entsprechender Genese
- Erkrankungen des Bewegungsapparates und der Wirbelsäule
- Erkrankungen der Schilddrüse
- Eisenmangelzustände bei ungenügender medikamentöser Beeinflussbarkeit
- Begleittherapie bei Krebserkrankungen und Aids-Patienten als Hilfe zur Selbsthilfe, z.B. im Rahmen der psycho-onkologischen Nachsorge
- Prophylaxe
Kontraindikationen
- Mangelnde Bereitschaft des Patienten zu einer aktiven Therapieform
- Akute Psychosen
Angebot
Einzeltherapie nach Absprache
Vergütung
Therapeutische Sprachgestaltung wird über die Zusatzversicherung für Komplementärmedizin der meisten Krankenkassen vergütet.